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Mo

17

Jun

2013

Kulturgut Kaffee

Zwei Ausstellungen zeigen Wissenswertes rund um das schwarze Gold

Quelle: http://www.bgbm.org/
Quelle: http://www.bgbm.org/

Längst ist die Tasse Kaffee mehr als ein Muntermacher am Morgen. Zu jeder Tages und Nachtzeit begegnet man Passanten mit Coffee to go-Bechern in den Innenstädten oder Kollegen, die ohne Koffein kaum überlebensfähig sind. Fakt ist: Der Kaffee hat dem Bier den Rang abgelaufen, so bestätigen es Statistiken zum Pro Kopf-Verbrauch beider Getränke in Deutschland.

 

Vielerlei Wissenswertes gibt es über das schwarze Gold zu erzählen. Warum also nicht die sommerlichen Regentage für einen kurzen Ausflug in die (Kultur-) Geschichte des deutschen Lieblingsgetränks nutzen?! Aktuell haben sich zwei Ausstellungen des Themas angenommen.

Der Lebensraum der Kaffeepflanze stellt sich vor

Seit Mai können sich Interessierte im Botanischen Garten und im Botanischen Museum Berlin-Dahlem über den Coffea arabica informieren. Weltweit wurden nur wenige genetische Varianten kultiviert, obwohl im Ursprungsland Äthiopien eine reiche und einzigartige genetische Vielfalt des Arabica-Kaffees vorhanden ist. Deshalb stellt die Ausstellung den natürlichen Lebensraum der Pflanze in den Vordergrund und verweist auf die Notwendigkeit, den Wildkaffee zu erforschen und zu schützen. 

Quelle: http://www.bgbm.org
Quelle: http://www.bgbm.org

Mit dem Yayu-Biosphärenreservat wurde bereits ein erster Schritt in diese Richtung unternommen. Die äthiopisch-deutsche Kooperation, das Environment and Coffee Forest Forum, kümmert sich um den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der letzten Kaffee-Wälder in Äthiopien, die das Botanische Museum nun vorstellt.


Der Besucher erfährt alles rund in die Geschichte der Kaffee-Kultur und des Kaffeeanbaus weltweit. Es wird nicht nur gezeigt, wie sich die Weltmarktpreise entwickeln, sondern auch, was eine äthiopische Teezeremonie ausmacht. Dabei setzt die Ausstellung auf viel Interaktivität, um auch die Kleinsten zu erreichen. Im Botanischen Garten erlebt der Besucher an 15 Stationen mehr über Verwandte, Nachbarn und Konkurrenten der Kaffeepflanze sowie den extra für die Ausstellung konzipierten „Kaffeepfad“. Die Ausstellung „Kaffee. Ein globaler Erfolg“ ist bis zum 23. Februar 2014 zu sehen. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 und ermäßigt 3 Euro.

Sonderausstellung zum duftenden Muntermacher in Ahlen

Von Berlin wagen wir einen großen Sprung gen Westen, genauer gesagt ins beschaulichere Ahlen nahe Münster. Hier eröffnete vergangene Woche die Sonderausstellung „Kaffee – Der duftende Muntermacher“ im Museum im Goldschmiedehaus. Der Schwerpunkt der vom Museum unterm Trifels in Annweiler konzipierten Ausstellung liegt auf der Entdeckung der Kaffeekirsche und ihrem Werdegang zur braunen Bohne. Außerdem erhalten Interessierte einen Einblick in die vielfältigen Zubereitungsarten und erfahren, warum fairer Kaffee so wichtig ist. Exponate des Kaffeemuseums in Hamburg, eigene Exponate des Ahlener Museums und natürlich die bekannte Kaffee-Kantate von Johann Sebastian Bach runden den Kaffee-Rundgang ab. Die Ausstellung, die im Rahmen der VHS-Reihe „Wie weit ist Afrika?“ stattfindet, läuft bis zum 23. Juni 2013. Sie ist von Mittwoch bis Freitag und Sonntag 15 bis 17 Uhr geöffnet und gebührenfrei. Führungen finden jeweils an den Sonntagen um 15 Uhr statt.


Dieser Artikel wurde von Sarah Rothe geschrieben. Gemeinsam mit Christian postet sie hier regelmäßig über News, Tipps und Relevantes rund um Nachhaltigkeit und Fair Trade, besonders wenn es um Kaffee geht. 

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Fr

14

Jun

2013

Bundesweiter Aktionstag „Tu’s Day“ am 18. Juni 2013

Quelle: http://www.mehr-wissen-mehr-tun.de/
Quelle: http://www.mehr-wissen-mehr-tun.de/

Bereits zum dritten Mal findet am 18. Juni 2013 der „Tu’s Day“ unter dem Motto „Mehr wissen! Mehr tun!“ statt. Der bundesweite Aktionstag verfolgt das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit in Schulklassen oder Arbeitsgemeinschaften zu platzieren. So können sich Kinder und Jugendliche aktiv und kreativ einbringen und ein Zeichen für eine bessere Welt setzen. Wer für seinen Unterricht Anregungen benötigt oder weitere Informationen zum „Tu’s Day“ sucht, der wird hier unter: http://www.mehr-wissen-mehr-tun.de/ fündig.

Packen wir es an!

 

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Mo

03

Jun

2013

LOHAS Studie: Nachhaltig leben und arbeiten, nicht nur beim Kaffee

Er kürzlich haben wir über Nachhaltig am Arbeitsplatz berichtet. Ein Thema, was viele beschäftigt, aber dennoch in der Umsetzung nicht ganz trivial scheint. Kein Wunder, denn Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz bedeutet mehr als nur auf nachhaltig angebauten Kaffee umzusteigen oder das abarbeiten von "LOHAS-Checklisten" für Innenarchitekten.

 

Foto (cc) by Johan Larsson
Foto (cc) by Johan Larsson

Diese LOHAS Studie beschreibt einzelne Wechselwirkungen von privater Nachhaltigkeitsorientierung der Mitarbeiter und ihrer Verhaltensweisen und Auffassungen in der Arbeitswelt. Die repräsentative Studie entstand im Rahmen des Projektes "Nachhaltig leben und arbeiten" über die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) an der Technischen Universität Berlin. Da der Begriff LOHAS bisher in Deutschland überwiegend als Konsumententyp im Zusammenhang von nachhaltiger Entwicklung wissenschaftlich und praxisorientiert diskutiert wurde und vor allem im Marketing verwendet wird, ist die Verknüpfung von privater und beruflicher Handlungsweise dieser Zielgruppe ein ganz neuartiger Ansatz.

 

Wie weit hängen Nachhaltigkeitsinteressen von Mitarbeitern zusammen?

 

Ein Hauptziel im Rahmen der Untersuchungen der LOHAS Studie war die Klärung des Zusammenhangs, in wie weit Nachhaltigkeitsinteressen von Mitarbeitern in Unternehmen gefördert werden können. Teilnehmer der Studie waren 2.443 Arbeitnehmer. Die Untersuchung fand 2012 im November im Rahmen einer Online-Befragung statt. Wobei gut die Hälfte der Probanden aus einem nachhaltig interessierten Umfeld stammte, der etwas kleinere Anteil die Deutschen Durchschnittsbürger repräsentativ verkörperte. Nach gut drei jähriger Forschungsarbeit des Projektteams, unter der Leitung von Prof. Dr. Ulf Schrader, können nun Erkenntnisse für die Nachhaltigkeitspraxis gezogen werden.

 

 

Ergebnisse

 

Eine der bestätigten Hauptthesen der LOHAS Studie, dass Nachhaltigkeits- und Personalmanagement in Firmen allein durch die Einbeziehung von privaten Orientierungen der Mitarbeiter in der Nachhaltigkeit optimiert werden können, bringt für die Unternehmenswelt ungeahnte Möglichkeiten. Somit erschließt sich auch die Kernaussage der Studie, dass Konsumenten heute nicht nur einen überaus großen Einfluss auf die Unternehmen und somit auch auf deren Produkte haben, sondern dass ebenso die Konsumenten als Mitarbeiter im Unternehmen nachhaltige Prozesse vorantragen können. Um so mehr sich ein Mitarbeiter privat für Umweltschutz und Nachhaltigkeit interessiert, umso größer wird tendenziell sein Wunsch sein, diese Lebensauffassung auch an seinem Arbeitsplatz aktiv zu leben, denn jeder der Lebensbereiche Privat- und Arbeitsleben wirkt in den anderen Bereich hinein. Ein Mitarbeiter, der seine Werte im Job einbringen kann, ist zufriedener an seinem Arbeitsplatz. 

 

Zufriedenheit im Job ist das höchste Kapital!

 

Zufriedenheit im Job der Mitarbeiter, ist letztendlich das höchste Kapital eines jeden Unternehmens, weil dieses wiederum eine höhere Motivation und intensiveren Arbeitseinsatz zur Folge haben wird. Die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung steht somit langfristig im Fokus der Faktoren, die über Erfolg oder Stagnation im Unternehmen entscheiden werden. Im Rahmen der am 24.5. und 25.5.2013 stattfindenden Karma Konsum Konferenz, werden alle Studien-Ergebnisse detailliert erläutert, in einer hochkarätigen Fachbesetzung diskutiert und zukunftsweisend beleuchtet.

 

Übrigens, der richtige Kaffee gehört für viele nach wie vor zur Grundausstattung eines guten Arbeitsplatzes. Wer noch die richtige Maschine oder Kaffeesorten sucht, findet sicher etwas bei uns im Kaffeeshop oder z.B. auf http://www.kaffee.de.

 


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Christian ist Gründer von Happy Coffee. Er postet hier regelmäßig über News, Tipps und Relevantes rund um Nachhaltig und Fair Trade, besonders wenn es um Kaffee geht. Er ist auch bei Twitter und Google+ zu finden.

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Fr

10

Feb

2012

Zwei so nah, wie nie zuvor: Bio liebt Fair

Das Forum Fairer Handel beweist: Bio liebt Fair

Bio ist nicht gleich fair – genau das dürfte vielen Lesern inzwischen bewusst sein. Doch so unterschiedlich die Herangehensweisen auch sein mögen, Berührungspunkte gibt es dennoch.

 

In Sachen bio steht vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke an erster Stelle. Mit schonendem, ökologischem Landanbau sollen natürliche Lebensgrundlagen langfristig erhalten werden. Dagegen hat sich der deutlich jüngere Ansatz des Fairen Handels erst in den 60er Jahren etabliert – und das mit Erfolg. Heute lässt sich fast von einem Fair Trade-Trend sprechen, so kontinuierlich steigt die Zahl der Fair Trade-Konsumenten von Jahr zu Jahr.

Die Menschen haben die Besonderheit und Notwendigkeit von Fairem Handeln verstanden:

 

Es geht darum, Produzenten angemessene Preise zu zahlen, gute und gerechte Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen und den Kleinbauern dabei zu helfen, unabhängig und selbstbewusst nach vorn zu blicken. Dazu gehört nun einmal auch der nachhaltige Anbau, damit zukünftige Generationen die Chance erhalten, von der Landwirtschaft zu leben. 

 

Umweltschutz – eine notwendige Basis…

Bio und fair bedingen sich, wie das Forum Fairer Handel in seiner aktuellen Kampagne bio liebt fair herausarbeitet. Auf der dazu eigens kreierten Homepage erläutern die Initiatoren, wie bio und fair zusammenspielen: Umweltschutz ist nämlich eine unabdingbare Komponente geworden, die das Fair Trade-Konzept stützt und weiter vorantreibt:

Grundsätzlich müssen Bauernkooperativen die festgeschriebenen Mindeststandards erfüllen, die dafür sorgen, dass  Wasserressourcen geschützt, der Einsatz von Pestiziden verringert und ein umweltfreundliches Abfallentsorgungssystem gefördert wird.

 

…und Konsequenz

Doch leider wird eine freiwillige und von diesen Standards ungebundene Ausweitung ökologischer Anbaubedingen erst möglich, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind.

Und nur wenn die Anforderungen der Zertifizierungsorganisationen erfüllt sind, erhalten die Kleinbauernkooperativen mehr Geld sowie die Fair Trade-Prämie. Mit dieser Unterstützung eröffnet sich nochmals die Möglichkeit etwas für die Umwelt zu tun, indem Anbaumethoden verbessert und umweltfreundlicher gestaltet werden. Nicht ohne Grund sind die teilnehmenden und zertifizierten Produzenten der Meinung, dass die Umstellung auf Bioware für sie erst durch den Fairen Handel möglich wurde. 

Neben dem Mehrerlös hilft auch die Unterstützung durch die Ressource Wissen und Weiterbildung, damit die Kleinbauern eine langfristige Umstellung überblicken und finanziell bewältigen können. Das hilft nicht nur den Konsumenten am Ende der Handelskette, sondern auch den Produzenten dabei, ihre Arbeitsabläufe gesundheitsfreundlicher und schonender zu gestalten.

 

Ein Besuch lohnt sich

Längst ist die Bio- und Fair Trade-Mentalität in die deutschen Haushalte eingekehrt. Während sich Produkte aus ökologischem Landbau bereits seit Jahren etabliert haben, steigt auch die Zahl der Fair-Denkenden, die sich mittlerweile auf 30 Millionen Verbraucher beläuft. 2011 konnten 570 Organisationen weltweit gezählt werden, mit denen deutsche Händler eine faire Partnerschaft abgeschlossen haben.

Die Kampagne des Forum Fairer Handel geht den Weg der Aufklärung weiter und ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen. So bekommen Interessierte einen ganzheitlichen Eindruck davon, was fair und bio überhaupt bedeuten. Kleine Geschichten rund um die Produzenten, deren Alltagswelt und erfolgreiche Projekte, die Dank der Fair Trade-Prämie Realität wurden, runden den gelungenen Online-Auftritt ab.

Also ran an die Tasten, fertig, los!

 

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