Die Rivelia ist De'Longhis Antwort auf die Frage „wie wechsle ich Bohnen, ohne den ganzen Behälter auszuleeren?" — zwei wechselbare 250-g-Behälter (Bean Switch System), einrasten, losbrühen. Das ist praktisch: ein Behälter für Espresso-Bohnen, einer für Filter-Bohnen, und du wechselst per Knopfdruck. Achtung: beim Wechseln bleiben ca. 6 g Bohnen in der Mahlkammer — die Maschine fragt, ob sie die Reste mahlen und entsorgen soll oder ein „Übergangsgetränk" brühen soll.
Der Espresso ist für einen Vollautomaten gut: bei Stufe 5 (ca. 16 g Kaffee) und Mahlgrad 3 kommt ein ausgewogener, intensiver Shot heraus, der an Specialty-Kaffee heranreicht. Die Bean Adapt Technologie fragt dich nach Bohnen-Typ und Röstung und stellt Mahlgrad, Stärke und Temperatur automatisch ein — funktioniert aber nur für Espresso, nicht für Milchgetränke.
Schwächen: das Gehäuse ist komplett Kunststoff (9,7 kg — sehr leicht für einen Vollautomaten). Das Touchscreen liegt flach oben — auf normaler Arbeitshöhe musst du drüberbeugen. Der Mahlgrad-Ring ist gut erreichbar (im Gegensatz zu Jura), aber die Geräuschkulisse ist mit 66 dB laut (keine Schalldämmung durch wechselbare Behälter). Kaltgetränke brauchen ein 130-€-Upgrade-Kit — im Lieferumfang sind nur heiße Getränke.
Für wen? Haushalte mit 2+ Bohnensorten, die nicht täglich umfüllen wollen. Wer nur eine Bohnensorte trinkt, zahlt für das Bean Switch, das er nicht braucht — dann ist die De'Longhi Magnifica die bessere Wahl.